












Es gibt diesen einen Morgen im Jahr, an dem du die Haustür öffnest und weisst: Heute ist es so weit. Die Luft ist klar und kühl, die Sonne steht tief, und irgendwo da oben leuchten die Lärchen. Wer im Herbst wandert, erlebt die Schweiz von ihrer ruhigsten und farbenprächtigsten Seite. Die Wege sind leerer, die Fernsicht ist besser, und jeder Schritt raschelt.
Hier sind vier Erlebnisse, für die es sich lohnt, den Wecker früher zu stellen.
Im Oktober färben sich die Lärchenwälder in den Bündner Bergen und im Engadin goldgelb. Das Licht fällt dann durch die Nadeln, als hätte jemand einen Filter über die Landschaft gelegt. Eine Wanderung durch einen solchen Wald fühlt sich fast unwirklich an. Du läufst auf weichem Nadelteppich, und in den Lichtungen glänzt der Boden.
Praxistipp: Starte früh oder am späten Nachmittag. Dann ist das Licht am schönsten und die Wege sind am leersten.
Wenn im Mittelland der Nebel liegt, scheint oberhalb oft die Sonne. Dann kannst du auf einem Aussichtsberg stehen und auf ein weisses Meer blicken, aus dem nur die Gipfel ragen. Diesen Moment vergisst du nicht so schnell.
Wer es lieber genussvoll mag, wandert zwischen Reben. Die Weinberge am Zürichsee, im Lavaux oder in der Bündner Herrschaft sind im Herbst in warmes Rot und Gold getaucht. Nach der Tour wartet oft ein Winzer mit einem Glas in der Hand.
Praxistipp: Prüfe vorab die Nebelgrenze und die Wetterprognose. Dann weisst du, ob sich der Aufstieg lohnt.
Südlich der Alpen hält der Herbst länger an. In den Kastanienselven des Tessins raschelt das Laub, und die stacheligen Früchte liegen auf dem Weg. Ein Spaziergang mit Körbchen wird hier zum kleinen Erntefest. Ein Grotto am Weg rundet die Tour mit warmer Kastaniensuppe oder einem Teller Polenta ab.
Praxistipp: Beachte die örtlichen Regeln zum Sammeln und nimm nur, was du auch verwertest.
Im Herbst ist die Natur besonders lebendig. Gämsen und Steinböcke wechseln in tiefere Lagen, und zur Brunftzeit hörst du in der Dämmerung manchmal das Röhren der Hirsche. Wer leise unterwegs ist und ein Fernglas dabeihat, wird belohnt.
Praxistipp: Bleib auf den Wegen und halte Abstand. Gerade in der Brunftzeit brauchen die Tiere ihre Ruhe.
Wenn die Abende länger werden, ist die beste Zeit, um Touren zu planen und in Erinnerungen zu blättern. Diese vier Magazine passen dazu:
Wandermagazin SCHWEIZ liefert dir konkrete Tourenideen mit Karten und Angaben zum Nachwandern. Damit findest du genau die Herbstroute, die zu deiner Kondition und deiner Zeit passt.
Bergwelten Schweiz eignet sich für die gemütlichen Stunden auf dem Sofa. Die Reportagen und Bilder zeigen dir die Berge in ihrer ganzen Stimmung und wecken die Lust auf den nächsten Gipfel.
Globetrotter nimmt dich mit in die Ferne. Manche Ziele haben im Herbst Hochsaison, etwa Nepal für Trekkingtouren oder Japan mit seiner Laubfärbung. Die Reiseberichte helfen dir, das nächste grosse Abenteuer zu träumen und zu planen.
Landidee verbindet das Draussensein mit dem Zuhause. Nach dem Wandern gibt es Rezepte mit Herbstgemüse, Ideen fürs Einmachen, Dekorationen aus Naturmaterialien und Geschichten vom Landleben. Ideal für alle, die den Herbst in vollen Zügen geniessen wollen.
Goldene Herbsttage sind kurz, aber sie schenken dir Momente, die lange nachwirken. Zieh dich warm an, pack eine Thermoskanne ein und lass dich vom Licht führen. Und wenn du danach die Füsse hochlegst, kannst du die nächste Tour schon mit einem guten Magazin planen.
Welche ist deine liebste Herbstwanderung in der Schweiz? Schreib es uns in die Kommentare!
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